Clever investieren: Wie Studentenwohnungen zur lukrativen Kapitalanlage werden
Studierende zieht es in Deutschland und Österreich in die großen Uni-Städte – und der Wohnraum ist dort knapp. Genau hier entsteht eine spannende Nische für Kapitalanleger: Studentenwohnungen und Mikroapartments, die mit überschaubaren Flächen, klarer Zielgruppe und häufig stabiler Nachfrage punkten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie eine Studentenwohnung als Kapitalanlage funktionieren kann, welche Chancen und Risiken es gibt, worauf bei Standort, Rendite, Verwaltung und Finanzierung zu achten ist – und wie Sie typische Fehler vermeiden.

Warum Studentenwohnungen als Investment gerade jetzt interessant sind

Die Wohnungsmärkte vieler deutscher und österreichischer Städte stehen seit Jahren unter Druck: Zuzug, begrenzte Neubauflächen, steigende Baukosten und strengere energetische Anforderungen treffen auf eine hohe Nachfrage. Studierende sind davon besonders betroffen, weil ihr Budget begrenzt ist und sie häufig kurzfristig Wohnraum benötigen. Für Kapitalanleger kann das eine attraktive Konstellation sein – vorausgesetzt, das Objekt passt zur Zielgruppe und ist professionell kalkuliert.

Eine Studentenwohnung als Kapitalanlage (oder allgemeiner: ein Mikroapartment bzw. eine möblierte Kleinwohnung) unterscheidet sich in einigen Punkten von klassischen Eigentumswohnungen. Häufig geht es um:

  • kleinere Wohnflächen (z. B. 18–35 m²),
  • möblierte Vermietung und damit eine höhere Funktionalität pro Quadratmeter,
  • klare Zielgruppen (Studierende, Azubis, Young Professionals, Pendler),
  • teilweise spezielle Betreiber- oder Verwaltungskonzepte (z. B. studentisches Wohnen im Apartmenthaus).

Für Anleger in Deutschland und Österreich ist dabei vor allem entscheidend, wie robust der Standort ist: Nicht jede Hochschulstadt ist automatisch ein Renditegarant. Gleichzeitig kann ein gut gewähltes Objekt im richtigen Mikro-Standort langfristig eine solide Ergänzung im Portfolio darstellen – besonders, wenn man auf Nachfragefaktoren, rechtliche Rahmenbedingungen und realistische Kostenannahmen achtet.

Was zählt als Studentenwohnung? Formen und Konzepte im Überblick

Unter dem Begriff „Studentenwohnung“ werden in der Praxis verschiedene Wohnformen zusammengefasst. Für eine Investmententscheidung lohnt es sich, genauer hinzusehen, denn Vermietbarkeit, Kostenstruktur und rechtliche Details können stark variieren.

1) Klassisches Mikroapartment (Eigentumswohnung)

Sie erwerben eine einzelne, abgeschlossene Einheit in einem Mehrfamilienhaus oder Apartmentkomplex. Typisch sind Pantryküche, eigenes Bad, kompakter Schnitt und häufig eine Möblierung. Die Vermietung erfolgt direkt durch Sie oder über eine Hausverwaltung.

  • Vorteil: klare Eigentumsstruktur, flexibel vermietbar (im Rahmen der Regeln).
  • Nachteil: Sie tragen Vermietungs- und Mieterausfallrisiko selbst.

2) Studentenapartment im Betreiber-/Servicemodell

Hier gibt es häufig ein Betreiberkonzept: Ein professioneller Anbieter übernimmt Vermietung, Möblierung, ggf. Gemeinschaftsflächen (Lernräume, Waschsalon) und Service. Als Eigentümer erhalten Sie je nach Vertrag Mieteinnahmen bzw. eine Pacht oder eine garantierte Ausschüttung – wobei „garantiert“ immer genau geprüft werden sollte.

  • Vorteil: weniger operativer Aufwand, professionelles Marketing.
  • Nachteil: Abhängigkeit vom Betreiber, Vertragsdetails entscheidend.

3) WG-Zimmer / Teileigentum / Sonderformen

In manchen Projekten werden einzelne Zimmer oder Teileigentum angeboten. Hier ist besondere Vorsicht geboten: Finanzierung, Wiederverkauf und rechtliche Fragen sind oft komplexer. Prüfen Sie, ob Sie wirklich Volleigentum an einer Einheit erwerben oder nur ein Nutzungsrecht bzw. Teileigentum mit Einschränkungen.

Für wen eignet sich eine Studentenwohnung als Kapitalanlage?

Eine Studentenwohnung ist nicht automatisch „besser“ als eine klassische 2–3-Zimmer-Wohnung. Sie passt vor allem zu Anlegern, die einen Teil ihres Portfolios auf kleinere, oft besser planbare Zielgruppen ausrichten möchten – und die sich mit dem Thema möblierte Vermietung und Mieterfluktuation wohlfühlen.

Typische Anlegerprofile:

  • Einsteiger, die mit kleinerem Kaufpreis starten wollen (Achtung: Quadratmeterpreise können hoch sein).
  • Renditeorientierte Investoren, die mit aktiver Vermietung und Möblierung höhere Mieten erzielen möchten.
  • Portfolio-Anleger, die Diversifikation suchen (z. B. zusätzlich zu Familienwohnungen).
  • Auslands- oder Fernanleger, die auf Betreiber-/Verwaltungsmodelle setzen – sofern seriös.

Weniger geeignet kann das Segment sein, wenn Sie maximale Ruhe wollen, keine Möblierung organisieren möchten oder wenn der Standort stark saisonal schwankt (z. B. sehr kleine Hochschulorte ohne breiten Arbeitsmarkt).

Standortanalyse in Deutschland und Österreich: Die entscheidenden Faktoren

In beiden Ländern gilt: Der Standort macht den Unterschied zwischen stabiler Nachfrage und zähem Leerstand. Dabei reicht es nicht, „Uni-Stadt“ zu denken. Wichtig ist die Kombination aus Hochschulattraktivität, Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt und Angebotsstruktur.

1) Hochschullandschaft & Studierendenzahlen

Prüfen Sie neben der reinen Studierendenzahl auch:

  • Trendentwicklung (wachsende oder sinkende Einschreibungen?),
  • Internationalität (Erasmus, englischsprachige Programme – oft höhere Zahlungsbereitschaft),
  • Fächerstruktur (z. B. MINT/Medizin vs. kleine private Institute),
  • Mehrere Hochschulen (Universität + FH + Forschungseinrichtungen als Stabilitätsfaktor).

2) Wohnungsmarkt & Konkurrenz (Studierendenwerke, private Anbieter)

Gerade in Deutschland spielt das Angebot der Studierendenwerke (Wohnheime) eine wichtige Rolle. In Österreich ist der Markt je nach Stadt durch Heimträger und private Student Housing Anbieter geprägt. Relevant sind:

  • Wie lang sind Wartelisten?
  • Wie hoch ist die Durchschnittsmiete in WG und 1-Zimmer-Segment?
  • Gibt es viele Neubau-Mikroapartments (Überangebot möglich)?

3) Mikrolage: ÖPNV, Campusnähe, Alltag

Studierende entscheiden oft pragmatisch: kurzer Weg, gute Anbindung, Supermarkt, Sicherheit und soziales Umfeld. Eine Lage muss nicht „hip“ sein, aber funktional. Achten Sie auf:

  • ÖPNV-Taktung (S-/U-Bahn, Tram, Bus),
  • Fahrradinfrastruktur und Abstellmöglichkeiten,
  • Lärmbelastung (Partymeile vs. konzentriertes Lernen),
  • Versorgung (Bäcker, Drogerie, Arzt),
  • Campusnähe bzw. gute Erreichbarkeit.

4) Deutschland vs. Österreich: kleine, aber wichtige Unterschiede

Für Anleger sind insbesondere diese Punkte relevant:

  • Mietrecht & Regulierung: In Deutschland je nach Stadt Themen wie Mietpreisbremse. In Österreich ist das Mietrecht (z. B. MRG-Anwendungsbereich) oft komplexer; Neubau kann anders behandelt werden als Altbau.
  • Transaktionskosten: Grunderwerbsteuer, Notar/Grundbuch (DE) vs. Grunderwerbsteuer/Grundbuchseintrag (AT) – in Österreich zusätzlich häufig höhere Nebenkostenstrukturen, je nach Modell.
  • Steuerliche Details: Abschreibung, Werbungskosten, Umsatzsteueroptionen bei gewerblicher Vermietung – unbedingt mit Steuerberatung klären.

Rendite verstehen: Mieteinnahmen, Kosten und Kennzahlen

Damit eine Studentenwohnung als Investment wirklich „clever“ ist, müssen Zahlen und Annahmen stimmen. Besonders wichtig: Kleinwohnungen wirken oft renditestark, weil die Miete pro m² höher sein kann. Gleichzeitig können Kosten, Instandhaltung und Möblierungszyklen die Rendite drücken, wenn sie nicht eingeplant sind.

Wichtige Kennzahlen

  • Bruttomietrendite: Jahreskaltmiete / Kaufpreis.
  • Nettomietrendite: (Jahreskaltmiete – nicht umlagefähige Kosten) / (Kaufpreis + Kaufnebenkosten).
  • Cashflow: Mieteinnahmen minus laufende Kosten minus Finanzierungskosten.
  • Leerstandsquote: realistische Ausfallzeit zwischen Mietern (z. B. 2–6 Wochen).

Typische Kostenblöcke (die oft unterschätzt werden)

  • Hausgeld inkl. Rücklage (nicht alles umlagefähig!).
  • Verwaltung (WEG-Verwaltung + ggf. Sondereinheitenverwaltung).
  • Möblierung und Ersatz: Matratze, Stuhl, Tisch, Vorhänge, Küchenzubehör.
  • Instandhaltung: häufigere Abnutzung durch Fluktuation.
  • Inserate/Neuvermietung: Plattformen, Besichtigungen, Übergaben.

Praxistipp: Kalkulieren Sie konservativ. Setzen Sie z. B. eine jährliche Pauschale für Möblierung/Instandhaltung an und planen Sie realistische Leerstandszeiten ein – selbst in sehr gefragten Städten.

Möblierte Vermietung: Chance mit Regeln

Möblierung ist ein zentraler Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Viele Studierende suchen „einziehen und loslegen“. Das erlaubt häufig eine höhere Miete als unmöbliert – aber es erhöht auch Ihre Verantwortung als Vermieter.

Welche Ausstattung ist wirklich gefragt?

Studierende erwarten Funktionalität. Luxus ist selten nötig – Qualität schon. Bewährt haben sich:

  • stabiles Bett (ideal: 140 cm, wenn Platz),
  • Schreibtisch + ergonomischer Stuhl,
  • Kleiderschrank mit ausreichend Stauraum,
  • gute Beleuchtung (Arbeitslicht!),
  • Pantryküche mit Kochfeld, Kühlschrank, Stauraum,
  • WLAN (falls zentral organisiert) bzw. Anschlussqualität,
  • Waschmöglichkeit (im Haus: Waschraum/Waschsalon).

Rechtliches & Mietgestaltung (DE/AT)

Die konkrete Ausgestaltung hängt stark von Land, Stadt und Objekt ab. Allgemein gilt:

  • Mietvertrag sauber formulieren: Möblierung als Bestandteil, Inventarliste, Zustand bei Übergabe.
  • Kaution: sinnvoll bei möblierten Einheiten, um Schäden abzufedern.
  • Befristung: kann bei Studierenden naheliegen, ist aber rechtlich nicht immer beliebig möglich. Prüfen Sie die Voraussetzungen im jeweiligen Rechtssystem.
  • Nebenkosten: transparente Regelung (Pauschale vs. Vorauszahlung mit Abrechnung).

Hinweis: Gerade in Österreich können Altbau/Neubau und MRG-Anwendungsbereiche starke Auswirkungen auf zulässige Mieten und Vertragsgestaltung haben. In Deutschland können lokale Regelungen (z. B. Mietpreisbremse) relevant sein. Hier lohnt sich eine kurze Prüfung mit Fachleuten, bevor Sie Ihre Mietstrategie festlegen.

Finanzierung: Worauf Banken bei Mikroapartments achten

Die Finanzierung einer Studentenwohnung funktioniert grundsätzlich wie bei anderen Eigentumswohnungen – mit einigen Besonderheiten. Banken schauen oft besonders auf Wiederverkaufbarkeit, Objektqualität und Marktgängigkeit. Sehr kleine Einheiten oder Sonderkonstruktionen (Teileigentum, Betreiberpacht) können kritischer bewertet werden.

Welche Punkte erhöhen die Finanzierungsfähigkeit?

  • Klare Eigentumsverhältnisse (Wohnungseigentum an einer abgeschlossenen Einheit).
  • Solide WEG mit Instandhaltungsrücklage und ordentlichen Protokollen.
  • Nachvollziehbare Mieten (Marktvergleich, keine unrealistischen Prospektmieten).
  • Gute Lage und nachhaltige Nachfrage (Uni, Arbeitgeber, ÖPNV).

Eigenkapital, Zinsbindung und Tilgung

In der Praxis sind für Kapitalanleger je nach Bonität und Objekt oft 20–30% Eigenkapital plus Kaufnebenkosten ein solides Fundament. In Hochpreisregionen kann mehr sinnvoll sein, um den Cashflow zu stabilisieren. Planen Sie:

  • ausreichende Zinsbindung für Planungssicherheit,
  • Tilgung, die zu Ihrem Zeithorizont passt,
  • Puffer für Leerstand und Möblierung.

Objektauswahl: Checkliste für Ankauf und Due Diligence

Ein häufiges Problem im Markt sind „schön gerechnete“ Mikroapartment-Angebote. Umso wichtiger ist eine strukturierte Prüfung. Nutzen Sie diese Checkliste als Leitfaden.

1) Gebäude & Gemeinschaftseigentum

  • Wie ist der Zustand von Dach, Fassade, Heizung, Aufzug?
  • Wie hoch ist die Instandhaltungsrücklage?
  • Gibt es absehbare Sonderumlagen?
  • Wie professionell sind WEG-Verwaltung und Protokolle?

2) Einheit & Grundriss

  • Ist der Grundriss praktikabel (Schlafen/Lernen/Kochen)?
  • Gibt es ausreichend Stauraum?
  • Wie ist der Zustand von Bad, Küche, Boden?
  • Ist die Einheit hell, ruhig, gut belüftet?

3) Miet- und Nachfrageprüfung

  • Marktmiete über Vergleichsportale und lokale Reports prüfen.
  • Zielgruppenanalyse: Nur Studierende oder auch Young Professionals/Pendler?
  • Wie hoch ist die Fluktuation in vergleichbaren Objekten?

4) Recht & Verträge (besonders bei Betreiberkonzepten)

  • Wie lange läuft der Betreibervertrag? Welche Kündigungsrechte gibt es?
  • Wie wird die Miete/Pacht angepasst (Index, Staffeln)?
  • Wer trägt Renovierungen, Möblierung, Neuvermietungskosten?
  • Was passiert bei Betreiberinsolvenz?

Verwaltung & Vermietung: So minimieren Sie Aufwand und Leerstand

Der größte operative Unterschied zu klassischen Familienwohnungen ist die höhere Mieterfluktuation. Das ist nicht automatisch schlecht – kann aber Arbeit bedeuten. Mit klaren Prozessen lässt sich das gut steuern.

Prozesse, die sich bewährt haben

  • Standardisierte Besichtigungen (z. B. feste Termine),
  • digitale Selbstauskunft und Checklisten,
  • Übergabeprotokolle mit Fotos (Inventar und Zustand),
  • Handwerker-Netzwerk für schnelle Reparaturen,
  • präventive Instandhaltung (z. B. Silikonfugen, Duschabfluss).

Mieterzielgruppe erweitern, ohne das Profil zu verlieren

In gefragten Städten können Sie neben Studierenden auch Auszubildende, Praktikanten, Berufseinsteiger oder Projektmitarbeiter ansprechen. Das reduziert Saisonalität. Wichtig ist, dass die Ausstattung und Vertragsgestaltung dazu passt.

Risiken: Was Anleger bei Studentenwohnungen unbedingt beachten sollten

Jede Kapitalanlage hat Risiken – bei Studentenwohnungen sind es oft nicht die offensichtlichen, sondern die „kleinen“ Faktoren, die Rendite kosten. Wer sie kennt, kann gegensteuern.

1) Überhöhte Kaufpreise durch hohe €/m²

Mikroapartments wirken günstig, weil der absolute Preis niedriger ist. Der Quadratmeterpreis ist jedoch häufig hoch. Entscheidend ist nicht der Kaufpreis allein, sondern ob die Nettomietrendite nach Kosten und Leerstand überzeugt.

2) Regulatorische Eingriffe und lokale Auflagen

Je nach Stadt können Regeln zu möblierter Vermietung, Kurzzeitvermietung oder Zweckentfremdung relevant sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Konzept langfristig zulässig bleibt.

3) Betreiber- und Vertragsrisiken

Bei Servicemodellen ist der Betreiber ein zentraler Risikofaktor. Prüfen Sie:

  • Bonität und Track Record,
  • Transparenz der Abrechnung,
  • Instandhaltungs- und Renovierungspflichten,
  • Exit-Szenarien (Verkauf, Betreiberwechsel).

4) Höhere Abnutzung & häufigere Renovierungen

Viele Ein- und Auszüge bedeuten mehr Verschleiß. Das muss in der Kalkulation enthalten sein. Gute Materialien (robuste Böden, waschbare Wände, stabile Möbel) zahlen sich aus.

5) Saisonalität und Leerstand

In klassischen Uni-Städten gibt es Peaks zu Semesterstart. Wer im falschen Monat neu vermietet, kann länger suchen. Mit guter Planung (Kündigungsfristen, frühzeitige Inserate) lässt sich das abfedern.

Strategien für langfristigen Erfolg: So wird aus der Nische ein solides Investment

Eine Studentenwohnung kann besonders dann überzeugen, wenn Sie das Investment nicht nur als „kleine Wohnung“ betrachten, sondern als produktähnliches Mietangebot: Zielgruppe, Ausstattung, Service und Preis müssen stimmig sein.

1) Fokus auf Qualität statt auf Prospektversprechen

Verlassen Sie sich nicht auf „garantierte Rendite“-Werbung. Entscheidend sind:

  • realistische Marktmiete,
  • prüfbare Kosten,
  • solider baulicher Zustand,
  • zukunftsfähige Energielösung.

2) Möblierung als Renditehebel – aber planbar

Definieren Sie Standards (z. B. Möbelpaket) und kalkulieren Sie Ersatzzyklen. So wird Möblierung nicht zum Stressfaktor, sondern zum Wettbewerbsvorteil.

3) Exit im Blick behalten: Wiederverkaufbarkeit sichern

Auch wenn Sie langfristig halten möchten: Achten Sie auf Aspekte, die den Verkauf erleichtern:

  • gute Lage und gute Hausgemeinschaft,
  • keine exotische Eigentumsform,
  • nachvollziehbare Zahlen (Mietverlauf, Kostenhistorie),
  • ordentliche Unterlagen (Teilungserklärung, Protokolle, Energieausweis).

Beispielrechnung (vereinfacht): So können Sie realistisch kalkulieren

Die folgende Beispielrechnung dient nur der Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Sie zeigt, wie wichtig es ist, alle Kosten einzubeziehen.

  • Kaufpreis: 180.000 €
  • Kaufnebenkosten (Beispiel): 10% = 18.000 €
  • Gesamtinvestition: 198.000 €
  • Kaltmiete: 650 €/Monat = 7.800 €/Jahr
  • Nicht umlagefähige Kosten (Verwaltung, Rücklageanteil, etc.): 1.200 €/Jahr
  • Leerstand (3 Wochen/Jahr als Reserve): ca. 375 €
  • Möblierungs-/Instandhaltungspauschale: 600 €/Jahr

Überschuss vor Finanzierung (vereinfacht):
7.800 € – 1.200 € – 375 € – 600 € = 5.625 €

Vereinfachte Nettorendite (vor Finanzierung):
5.625 € / 198.000 € ≈ 2,84%

Ob das attraktiv ist, hängt von Ihrem Ziel (Cashflow vs. Tilgung vs. Wertentwicklung), Ihrer Finanzierung und dem Standort ab. In manchen Märkten sind höhere Mieten möglich, in anderen drücken hohe Kaufpreise die Rendite. Der Schlüssel ist: nicht nur Bruttomieten vergleichen, sondern den echten Nettoertrag.

Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

  • Fehler: Nur auf „Miete pro m²“ schauen.
    Lösung: Netto-Rendite nach allen Kosten kalkulieren.
  • Fehler: Betreibervertrag nicht im Detail prüfen.
    Lösung: Vertragsprüfung (Rechts-/Steuerberatung) einplanen.
  • Fehler: Möblierung zu billig einkaufen und häufig ersetzen.
    Lösung: robuste Standards definieren, Ersatzbudget vorsehen.
  • Fehler: Standort nur nach „Uni vorhanden“ bewerten.
    Lösung: Mikrolage, Arbeitsmarkt, Konkurrenzangebot und Trends prüfen.
  • Fehler: Leerstand nicht einpreisen.
    Lösung: konservative Reserven (zeitlich und finanziell) ansetzen.

Fazit: Studentenwohnungen können lukrativ sein – wenn Konzept und Zahlen stimmen

Eine Studentenwohnung als Kapitalanlage kann in Deutschland und Österreich eine interessante Möglichkeit sein, von stabiler Nachfrage in Bildungs- und Wachstumsregionen zu profitieren. Der Erfolg hängt jedoch weniger von der Idee „Studenten wohnen immer irgendwo“ ab, sondern von Standortqualität, Vertragsstruktur, realistischen Renditeannahmen und sauberem Management.

Wenn Sie die wichtigsten Punkte beachten – Mikrolage, seriöse Kalkulation, passende Möblierung, rechtliche Rahmenbedingungen und eine professionelle Verwaltung – kann aus einer kleinen Fläche ein erstaunlich effizientes Investment werden. Wer hingegen Prospektversprechen ungeprüft übernimmt oder Kosten unterschätzt, riskiert Renditeverluste. Am Ende gilt: Clever investieren heißt, die Details besser zu kennen als der Markt.

Siehe auch

Mehr Platz im Durchgang: So vergrößerst du deine Türöffnung nachträglich – Schritt für Schritt
Mehr Platz im Durchgang: So vergrößerst du deine Türöffnung nachträglich – Schritt für Schritt
Ein enger Durchgang nervt – besonders, wenn Kinderwagen, Rollstuhl, große…
So ermittelst du den Wert deiner Wohnung selbst: Einfache Methoden & praktische Tipps
So ermittelst du den Wert deiner Wohnung selbst: Einfache Methoden & praktische Tipps
Du möchtest den Wert deiner Wohnung realistisch einschätzen – ohne…
Nematoden richtig einsetzen: So werden die kleinen Helfer zu großen Schädlingsbekämpfern
Nematoden richtig einsetzen: So werden die kleinen Helfer zu großen Schädlingsbekämpfern
Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die im Garten und auf dem…
Vliestapete leicht gemacht: So gelingt dir das perfekte Tapezieren ohne Stress
Vliestapete leicht gemacht: So gelingt dir das perfekte Tapezieren ohne Stress
Eine Vliestapete ist die perfekte Wahl, wenn du deine Wände…
Warmwasser ohne Wartezeit: So optimierst du deine Zirkulationsleitung für mehr Komfort und weniger Kosten
Warmwasser ohne Wartezeit: So optimierst du deine Zirkulationsleitung für mehr Komfort und weniger Kosten
Warmes Wasser sofort – ohne erst Sekunden oder sogar Minuten…
Sichere Belüftung im Brennstofflager: So schützen Sie Vorräte, Gebäude und Gesundheit
Sichere Belüftung im Brennstofflager: So schützen Sie Vorräte, Gebäude und Gesundheit
Ob Holzpellets, Stückholz, Heizöl oder andere Brennstoffe: Ein Lagerraum ist…
So gelingt die energetische Sanierung: Schritt für Schritt clever planen und Kosten sparen
So gelingt die energetische Sanierung: Schritt für Schritt clever planen und Kosten sparen
Eine energetische Sanierung ist mehr als nur neue Fenster oder…
Schlaf wie auf Wolken: So findest du atmungsaktive Bettwäsche für kühle, erholsame Nächte
Schlaf wie auf Wolken: So findest du atmungsaktive Bettwäsche für kühle, erholsame Nächte
Schlafqualität beginnt nicht erst bei der Matratze – sondern oft…
Sockelleisten montieren wie ein Profi: Schritt-für-Schritt zum perfekten Abschluss
Sockelleisten montieren wie ein Profi: Schritt-für-Schritt zum perfekten Abschluss
Sauber montierte Sockelleisten sind das Detail, das einen Boden wirklich…
Große Wirkung auf kleinem Raum: Clevere Farbideen für mehr Weite und Stil
Große Wirkung auf kleinem Raum: Clevere Farbideen für mehr Weite und Stil
Kleine Wohnungen in Berlin, Wien oder München sind längst keine…

Zuletzt angesehen